Liebe und Ethik : Eine Verhältnisbestimmung ausgehend von Max Scheler und Robert Spaemann

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Während die Liebe in der antiken und mittelalterlichen Philosophie noch von zentraler Bedeutung für die Begründung von Moral ist, gerät sie spätestens seit der Neuzeit zugunsten der Vernunft weitgehend ins philosophisch-ethische Abseits. Die Autorin untersucht, welche Rolle und Bedeutung die Liebe bei der Fundierung der normativen Ethik spielt. Dabei setzt sie sich kritisch mit den Positionen von Max Scheler und Robert Spaemann auseinander, die im 20. Jahrhundert moderne Formen der personalen Liebes- bzw. Wohlwollensethik entwickeln. Sie kommt zu dem Schluss, dass es eine von der Vernunft reflektierbare und doch jeder Reflexion zuvorkommende, ursprüngliche und alogische Bewegung der Liebe gibt. Diese geht mit einer positiven Sinnerschließung von Wirklichkeit einher und vermag dem Denken und Wollen einen letzten Horizont zu geben, von dem aus jede ernsthafte ethische statt bloß strategische Reflexion ihren Ausgang nehmen muss.

Die Rolle der Liebe für die normative Ethik.

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